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Firmengründung in Japan

Aufbau einer Niederlassung

Im Kern stehen Ihnen für den Aufbau einer Vertretung in Japan vier Möglichkeiten offen:
1. Repräsentanzbüro
2. Zweigniederlassung
3. Aktiengesellschaft (KK)
4. Übernahme japanischer Unternehmen

1. Repräsentanzbüro

Repräsentanzbüro heißt auf Japanisch "Chuzaiinjimusho" (駐在員事務所).
Ein Representanzbüro unterliegt in Japan nicht der Körperschaftssteuerpflicht und ist nicht eintragungspflichtig. Bei Vorlage eines Anstellungsvertrages mit dem Unternehmen in Deutschland kann auf dieser Basis eine Aufenthaltserlaubnis für einen deutschen Mitarbeiter als Vertreter in Japan beantragt werden.
Für ein Repräsentanzbüro dürfen japanische Mitarbeiter beschäftigt werden. Ein Repräsentanzbüro ist jedoch in seiner Tätigkeit formal auf Vertretungsaufgaben beschränkt. Auf Gewinnerzielung ausgerichtete Geschäfts- und Absatzaktivitäten sind in diesem Rahmen nicht zulässig. Typische Tätigkeit ist die Geschäftsanbahnung in Japan oder die Vorbereitung einer Unternehmensgründung. Einer zeitliche Befristung unterliegt ein Repräsentanzbüro aber nicht.

2. Zweigniederlassung

Die Errichtung einer Zweigniederlassung ermöglicht eine gewinnorientierte Geschäftstätigkeit, erfordert aber eine Eintragung. Jedoch hat eine Zweigniederlassung nicht den Status eines eigenständigen Unternehmens, sondern ist rechtlicher Bestandteil des Unternehmens im Ausland. Die Folge ist, dass Ihr Unternehmen in Deutschland in vollen Umfang für sämtliche Verbindlichkeiten Ihrer japanischen Zweigniederlassung haftet.
Die Haftungsabgrenzung und die Einrichtung einer entscheidungsbefugten Geschäftsführung bedarf der Gründung einer Kapitalgesellschaft. Zu beachten ist, dass die Umwandlung einer Zweigniederlassung in eine Kapitalgesellschaft nicht möglich ist. Es ist also gleichzeitig eine formale Schließung der Zeigniederlassung erforderlich. Zwar kann das Vermögen im Wege einer Sachgründung übertragen werden, was aber umständlich ist. Wenn mittelfristig die Gründung einer Aktiengesellschaft geplant ist, ist von dem Umweg einer Zweigniederlassung abzuraten. Die Gründung einer AG ist in Japan nicht sehr aufwendig.

3. Japanische Aktiengesellschaft (KK)

Aktiengesellschaft heißt auf Japanisch "Kabushiki Kaisha" (株式会社), Abkürzung K.K.
Üblicherweise erfolgt eine Gründung in Japan mit Unterstützung eines "Shihoushoshi" – eine Art selbständiger Rechtspfleger. Dieser koordiniert und überwacht sämtliche Formalitäten bis einschließlich zur Eintragung der Gesellschaft beim örtlich zuständigen Rechtsamt und dem dort tätigen amtlichen Notar. Das Rechtsamt übt eine dem deutschen Handelsregister vergleichbare Funktionen aus.

Zum 1. Mai 2006 wurde das japanische Gesellschaftsrecht reformiert. Wesentliche Änderungen sind:

  • Aktiengesellschaft flexibler gestaltbar – unter anderem
    • Abschaffung des Mindestkapitalerfordernis (Grundkapital ab 1 Yen)
    • Flexiblere Satzungsgestaltung der AG
    • Verwaltungsrat nicht mehr zwingend (Mindestanzahl Direktoren auf 1 reduziert)
  • Abschaffung der japanischen GmbH (nur Bestandsschutz)
  • neue Möglichkeit einer LLC (Limited Liability Company) nach amerikanischem Vorbild (für Joint Venture interessant)

Wie hoch sollte das Grundkapital einer japanische AG sein?
Formal reicht ein Grundkapital von 1 Yen – zu empfehlen sind mindestens 3 Mio. Yen (Mindestkapital der jap. GmbH nach altem Recht – sonst können Akzeptanzprobleme auftreten). Nach Möglichkeit 10 Mio. Yen oder mehr (Mindestkapital der jap. AG nach altem Recht).

Mit Vorbereitungen sollten für eine Gründung in Japan sechs Wochen eingeplant werden.
Fordern Sie zur Gründung in Japan hier unser Merkblatt an info@bvmwservice-japan.jp.

Wir unterstützen Sie bei:

  • Gründungsformalitäten
  • Übersetzung, Kontoeröffnung, Bürosuche
  • Strategien des Geschäftsaufbaus

4. Übernahme eines japanischen Unternehmens

In Japan schlossen in 2005 um die 70 Tausend mittelständische Unternehmen aufgrund fehlender Nachfolger. Bestenfalls werden am Ende die Rechte an etablierten Produkten und an Innovationen an Wettbewerber verkauft. Für einen ausländischen Unternehmer kann eine Übernahme ein effizienter Weg sein, um in den asiatischen Markt einzutreten:

  • Erweiterung der eigenen Produktpalette
  • Übernahme eines etablierten Vertriebsnetzwerkes auch für die deutschen Produkte
  • Teilübernahme von erfahrenem und aufgrund Zukunftssicherung motiviertem Personal

Überwiegend handelt es sich um Gründungen aus der Nachkriegszeit. Stärken sind hier vor allem in den Bereichen Maschinenbau und Zulieferproduktion vorzufinden. Chinesische Unternehmen haben mittlerweile das Potential auch in Japan erkannt und beginnen vermehrt mittelständische Innovationsträger aufzukaufen.

Kontaktaufnahme über Banken oder Großkanzleien weckt häufig überzogene Erwartungen. Über das Netzwerk unserer japanischen Partnerorganisationen kann auf einer anderen Ebene ein geeignetes Zielunternehmen aus Ihrem Branchensegment ermittelt und ein Kontakt hergestellt werden. Wir bauen einen Vermittlungspool auf, der hier in beide Richtungen für den Mittelstand in Deutschland und Japan Kontakte herstellt.

Auf Wunsch koordinieren wir auch die Verhandlungen und die Wertermittlung (Due diligence) - soweit sinnvoll unter Einbindung von Fachleuten aus unserem japanischen Expertennetzwerk.

Bei Fragen senden Sie uns eine E–Mail an info@bvmwservice-japan.jp

Hinweis: Für die Informationen auf dieser Seite kann keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen werden.

Unsere Leistungen

Einen allgemeinen Überlick zu unseren Leistungen finden Sie hier

Stand Februar 2009

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